Verlag Heidi Franitza, Oberschwaigstraße 5a, 92237 Sulzbach-Rosenberg, Tel: 09661/ 81 11 01, Email: redaktion@rosenbladl.de
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Es geht um uns alle! Die Aussichten, dass es in Sulzbach-Rosenberg hinsichtlich der Stadtentwicklung mit großen Schritten weitergeht, sollten eigentlich nicht schlecht sein. Denn gemäß Wahlaussagen liegt den verschiedenen Parteien die Stadt am Herzen. Und da sollte es eigentlich nicht allzu viel zu diskutieren geben, wenn es um das Wohl und die Zukunft der Stadt geht. Der Abstimmung des Stadtrats im Juni über die Tankstelle an der B85 war für viele Beteiligte wohl nur noch Formsache, so schien es zumindest im Vorfeld. Aber auch nach mehrmaligem Auszählen der Stimmen musste festgestellt werden, dass es Stadtratsmitglieder gibt, denen anscheinend das eigene Gewissen wichtiger als eine Fraktionsorder ist. Die Tankstelle wurde abgelehnt. Dennoch ist das Thema noch nicht vom Tisch. Wenn es um das Wohl der Stadt geht, dann gehört „Fraktion“ für mich zum Unwort überhaupt, teilt es doch die Verantwortlichen in definierte Lager ein. Der gemeinsame Blick nach vorne in eine tragfähige Zukunft wird dadurch in Frage gestellt. Im Juni ging es nun endlich mit dem Thema Hochofen weiter. 1,6 Millionen Euro müssen allein für die Sicherung des Hochofens kalkuliert werden. Eine Nutzung des Areals ist da noch nicht eingerechnet. Und jetzt? Jetzt sind wir genau so schlau wie vorher, denn die Stadt kann diese Summe alleine nicht stemmen und die Bayerische Staatsregierung sieht trotz mündlicher Bekundungen des Wohlgefallens in der Vergangenheit bürokratische Hürden, die in die Kategorien Eigentum, Bodensanierung und Betreibergesellschaft fallen. Praktikable Lösungen scheinen derzeit nicht in Sicht. Der Hochofen rostet weiter. Vielleicht bis zum nächsten Gutachten. Die Corona-Pandemie und die dadurch gesunkene Wirtschaftsleistung werden durchgreifende Auswirkungen haben. Sinkende Steuereinnahmen in den nächsten Jahren werden die Stadt vor eine gewaltige Aufgabe stellen. Jetzt ist es umso wichtiger, an einem Strang zu ziehen, miteinander nach Lösungen zu suchen und Kompromisse einzugehen. Parteiengeklüngel und Fraktionszwang gehören die Toilette hinuntergespült. Frei nach dem Motto: Wir brauchen Vorbilder! Es wäre schön, wenn unsere Stadtverantwortlichen oder wenigsten einige von ihnen diese Rolle einnehmen würden.
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